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Ja, wie hat das alles bloss angefangen. Irgendwann im Herbst 1992 sassen wir nach einem Fussballtraining noch etwas beisammen. Oh ja, das war damals noch so. Man ging nach dem Training nicht gerade nach Hause. Und wie damals üblich, dürfte es wohl schon zu später Stunde gewesen sein. Nun, die Gruppe fand, dass die Fasnacht in Balsthal nur noch ein karges Dasein fristete. Doch reklamieren ist das Eine, aber auch etwas machen, ist dann das Andere. Wir haben uns noch an diesem Abend für das Andere entschieden. Die Ideen sprudelten nur noch, oder waren es die Getränke. Ist ja egal, jedenfalls hatten wir noch an diesem Abend einen geeigneten Namen für unsere neue Qlique. Entsprechend einer unserer Stärken nannten wir uns Höckeler. Sängerisch doch eher limitiert, weshalb eine Schnitzelbankgruppe nicht in Frage kam, entschlossen wir uns, mit einem Fasnachtswagen am grossen Umzug teilzunehmen.

Gesagt, getan! An der Fasnacht 1993 präsentierten wir uns erstmals in Balsthal mit einem kunstvoll gebauten Wagen. Das Ganze war ein voller Erfolg, was uns zum Weitermachen verpflichtete. Seitdem gehören unsere Wagen beim traditionellen Umzug einfach dazu und mehr als einmal wirbelten wir damit gehörig Staub auf. Aber das gehört sich ja auch so. Zudem soll man in staubigen Zeiten auch genug trinken...., und das passt uns eigentlich auch. 

Durch den Erfolg weiter beflügelt bauten wir bald einmal unsere Aktivitäten an der Fasnacht aus. Das Fasnachtskomitee wurde aktiv unterstützt. Dazu kam der Imbissstand an der Umzugsroute, an welchem man jedes Jahr leckere Bratwürste und ein feines „Kafi“ geniessen kann. Weiter haben wir viele Jahre Schnitzelbänke gemacht, und diese sogar einmal vorgesungen. Ab und zu machen wir eine spezielle Vorführung. Jedenfalls wird die Fasnacht richtig gelebt. Nebst all diesen Arbeiten machten wir unserem Namen natürlich immer wieder gebührend Ehre.

Mit all diesen Aktivitäten hatten wir stets Erfolg und die Kasse begann sich zu füllen. Wir wollten schon früh noch andere am Erfolg teilhaben und beschlossen ein kleines Fest für Kinder auf die Beine zu stellen. Die Begeisterung unsererseits kannte kaum Grenzen und aus dem geplanten kleinen Fest wurde ein zweitägiger Grossanlass. Das Höckeler-Fest mit dem „Söilirennen“ war lange Zeit Tradition und vermochte jeweils viele Besucher zu begeistern. Alle liessen sich von der besonders gemütlichen Atmosphäre mitreissen. Da auch diese Anlässe erfolgreich waren, konnten wir jedes Jahr einen namhaften Betrag einer gemeinnützigen Organisation oder zur Unterstützung spezieller Personen zukommen lassen.
Mittlerweile haben sich etliche Mitglieder in den "Höckeler-Ruhestand" begeben, weshalb es auch bei uns etwas ruhiger geworden ist. Und eigentlich wären wir ja eben "Höckeler".

So, nun ein bisschen in die Details. Und da natürlich zum Kerngeschäft, der Fasnacht. Unsere bislang 23 Umzugswagen sind nachfolgend aufgelistet.

 


1993


Unsere erste Fasnacht. Wir haben das Rotlicht-Milieu als unser erstes Motto auserkoren. Die Sündenmeile in der Klus war in der ganzen Schweiz bekannt. Dazu kamen noch das Dancing Löwen und das Cabaret im Hirschen. Als Schlossherren vertrieben wir das Milieu aus Balsthal. Gebaut haben wir den ersten Wagen in der Scheune von Thomi's Biohof.

 


1994


In diesem Jahr widmeten wir uns der Verkehrsproblematik in Balsthal. Parkuhren und Kreisel gaben damals zu reden. Zu dieser Zeit wurde der Chäsikreisel und das Provisorium in der Thalbrücke gebaut. Dieser provisorische Kreisel wurde übrigens erst im Jahre 2007 fertig gebaut.




1995

Das Motto dieses Jahres war die "geldvernichtende" Verwaltung. Ein Thema übrigens, das man ja durchaus immer wieder verwenden könnte. Zeichnerisch war das unser bisheriger Höhepunkt. Speziell die von Enzo kreierte Banknote wäre ein Kunstpreis wert gewesen.



1996


Bereits in diesem Jahr haben wir auf das Hallenproblem in Balsthal hingewiesen. Und es sollte noch Jahre gehen, bis die Halle dann endlich gebaut wurde. Erst im Dezember 2006 (?) wurde diese fertig gestellt. Was lange währt, wird endlich gut. Uebrigens, in diesem Jahr trugen wir das erste Mal unser weisses Kombi.




1997

Unser bisheriger Knaller. DER SARG. Wir haben sämtliche Gemeinderäte zu Grabe getragen. Mit diesem Motto erhielten wir schon beinahe Kultstatus. Ein Wagen, der wirklich zu reden gab.



 

1998

Sister Act! In diesem Jahr zogen wir im Nonnenkostüm durch die Szene. Besonders in Erinnerung bleibt der Auftritt auf der Bühne im Dancing Löwen. Am Umzug wurde unsere Kirchgemeinde und insbesondere unser damaliger Pfarrer Guldimann hochgenommen.




1999

In diesem Jahr war das Thema "Cabaret" wieder einmal sehr aktuell. Gerüchterweise sollte in der Schmitte und auch im ehemaligen Pöschtli ein solches Lokal entstehen. Unser Kommentar dazu war: Schickt diese auf den Mond.




Da wir ja ebenfalls sehr kulturell interessiert sind, haben wir damals der Bevölkerung von Balsthal "Die dicke Höcka" als Denkmal vorübergehend zur Verfügung gestellt. Die Einweihung wurde sogleich mit dem Aufnahmeprozedere für Rö und Pädu verbunden.



 

2000

Im Jahr 2000 brannte die "Schmitte" nieder. Mit viel Rauch zogen wir durch das Dorf. Ganz speziell ist zu erwähnen, wie sensationell wir von Manu geschminkt worden sind. Uebrigens liessen die Meisten von uns Haare und waren folglich "oben ohne"!




2001

2001 stellten wir bereits früh den Bezug zu den in diesem Jahr fälligen Gemeinderatswahlen her. Wir gründeten die "Blaue Partei" und wollten uns für die Kommunalwahlen zur Verfügung stellen. Blau war dann auch die dominierende Farbe. Allerdings war die Resonanz eher dürftig und eine Wahlbeteiligung stand nicht mehr zur Diskussion.


 

 

2002

Unser Jubiläumsjahr: 10 Jahre Höckeler. Wir haben uns selbst "etwas" gefeiert. Und das kam eigentlich gut. Ausser dass der Stiefel dem übermässigen Alkoholgenuss zum Opfer fiel.
Nebst einem Jubiläumswagen wiesen wir noch sanft auf die Problematik mit dem Schiesslärm hin.



 

2003

Endlich wurden wir wieder etwas bissiger. Mit Hafner Willi und Judith musste die Prominenz daran glauben. Kaum eine Sitzung in den Kommissionen der Gemeinde oder dem Gewerbe läuft ohne ihre Beteiligung ab.



 

2004

Auch in diesem Jahr musste eine öffentliche Person unsere Kritik einstecken. Der langjährige Bademeister Erich Altermatt wurde der Bevölkerung auf seine typische humorlose Art und Weise präsentiert. Angeblich fand er das auch wirklich nicht so lustig. Erstaunlich......


 

2005

Leider hatte mindestens ein Idiot im letzten Jahr das 1. August-Feuer auf der Holzfluh frühzeitig entzündet und ein gleicher Idiot den Weihnachtsbaum auf der Holzfluh umgesägt. Wir wollten diesen intelligenzschwachen Deppen zeigen, wie blöd sie sind. Dabei konnten wir zugleich den "Mister Holzfluhvereinigung", Rütti Max, parodieren.



 

2006

In diesem Jahr zeigten wir die enorme Mauer, welche Eggenschwiler Stefan für den Neubau von Fluri Markus bauen musste. Im Vergleich dazu scheint das Haus gerade klein. Zu sehen übrigens, wenn man zur Ziegelhütte hinauf fährt.

 

 

2007

In diesem jahr war das Milieu wieder unser Thema. Der Rechtsstreit von der Gemeinde mit dem bekannt-berüchtigten Lardelli um das "Pöschtli" lieferte lange Zeit Schlagzeilen. Auch wir taten unsere Meinung kund.

 

 

2008

Wir erinnern uns an das Jahr 1994. Dort gaben die Kreisel zu reden. Und jetzt, jetzt wurde der Kreisel in der Thalbrücke doch tatsächlich fertig gebaut. Unterstützt wurde der Bau von der Raiffeisenbank. Hier wird auch auf den Naturpark Thal aufmerksam gemacht. All dies, der Kreisel, die von der Raiffeisen gesponserten Bildschirme und der Naturpark ergaben ein wundervolles Motto.

 

 

2009

Auch in diesem Jahr drängte sich ein interessantes Thema auf. Der Streit zwischen dem traditionellen FC Klus-Balsthal und dem neu gegründeten SC Regio Balsthal brachte manch eine Medienmeldung. Das war ein richtiges "Affentheater"...

 

 

2010

Die Erfindung des Energie-Parks Thal. Wir zeigten die Lösung mit einem Biogas-Stromerzeuger. Während des Umzugs waren die WC-Anlagen denn auch gut besucht. Man kann doch wirklich jeden "Schei.." gebrauchen.

 

 

2011

Die Herrengasse, einst stolze Strasse mit unzähligen Geschäften und Beizen. Reihenweise wurden diese mittlerweile geschlossen. Selbstverständlich hatten wir auch Lösungsideen, welche wir sogleich präsentierten.



 

2012

Unser 20. Umzugswagen! Für dieses Jubiläum haben wir natürlich einen speziellen Wagen gebaut. 20 Jahre haben wir immer wieder mal Personen oder Institutionen parodiert und/oder hoffentlich auch blamiert. Man kann sagen, dass wir immer wieder mal eine "Drächschnurre" gehabt haben. Und genau das haben wir jetzt auch gezeigt. Als Waschweiber verkleidet wuschen wir in der Badewanne auch sonst noch die oder den Einen oder Anderen.

 

 

2013

Nachdem wir uns in den letzten Jahren immer etwas allgemein gehalten haben, wurde in diesem Jahr wieder einmal eine Person auf die Schippe genommen: Unser ewig "chlönende" aber beliebte Pizzaiolo Toni "Bongo". Ganz nach dem Motto: Selber kneten statt auf die Pizza warten, halfen wir mit viiieeel Mehl den Teig zu kneten. Erfreulicherweise durften wir den Protagonisten, welcher ja Mitglied der Grunzer ist, persönlich auf unserem Wagen begrüssen. Danke Toni, den Pizzateig haben wir jetzt im Griff.

 

 

2014

Unser diesjähriges Wagenmotto war einerseits die Diskussion um den Verkauf von Liegenschaften der Gemeinde, speziell des unrentablen Hallenbades. Zudem sind die Gemeindefinanzen ebenfalls ein grosses Thema. diese beiden Themen verbanden wir mit der zur Zeit in Balsthal rege herrschenden Basar-Tätigkeit. So buhlen gerade zwei Billighändler im Basar-Stil um Kundschaft.
So versuchten wir mit unserem Basar-Wagen etliche Liegenschaften und Bauobjekte an den Mann, bzw. an die Frau zu bringen. Trotz allen Bemühunge, trotz zusätzlicher Abgabe von enthemmenden Getränken und trotz angebotenen SüperrrrrProsennt konnte bislang kein gemeindefinanzsanierendes Objekt verkauft werden.

 

 

2015

"Es isch wurscht". Das war das Motto dieser Fasnacht, und auch das Motto unseres Wagens. Es gibt ja schon Themen, die sind uns wirklich wurst. Das Eine oder Andere wäre uns eigentlich nicht ganz so egal. So konnten wir aber auf eine Vielzahl von interessanten Themen aufmerksam machen.

 

 

2016

Für dieses Jahr war wieder einmal Werbung angesagt. Und ein bisschen Nostalgie. Hatte doch Brigitte Honauer den weitherum bekannten "Löwen" verkauft. Mittlerweile ist dort weniger Hautkontakt angesagt. Es befindet sich nämlich jetzt eine Tanz-Bar dort. Wobei man beim Tanzen durchaus auch Kontakt hat, und es auch zu noch mehr Hautkontakt kommen kann. Auf unserem Wagen konnte schon mal ein wenig kontaktiert werden.



 

 

2017

25 Jahre - 25 verschiedene Fasnachtswagen - 25 mal Bauen - 25 mal am Umzug - 25 mal "eifach geil"

25 Jahre, ja das lässt sich leicht auf der Zunge zergehen. Ein Vierteljahrhundert sind wir an der Fasnacht in Bauschtu aktiv. Weniger als auch schon, das ist klar. Werden ja auch nicht jünger. 
Zum Jubiläum haben wir uns nicht etwa selber gefeiert. Als Zombies entstiegen wir der Gruft. Die Gruft war die Grabstätte des Naturpark Thal. Die Vereinigung muss man nach all den Wechseln und dem Hin und her wohl demnächst zu Grabe tragen.

 

 

Bis zum nächsten Jahr. Wir freuen uns.




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